Hier erfahrt ihr alles über die deutsche Synchronfassung des Filmes.

Der Film wurde 1980 von der "FILMHANSA Filmverleih GmbH, München" vertrieben.

In den deutschsprachigen Ländern wurde der Film in "MAN-EATER (Der Menschenfresser)" umbenannt.

Der Auftrag für die deutsche Synchronisation ging an den Schauspieler, Synchronautor und -sprecher Herrn Hartmut Neugebauer, der den Film im Oktober 1980 in den "Film und Fernsehsynchronstudios, München" bearbeitet hat.

Hier ist die Liste der Darsteller, ihrer Rollen sowie den deutschen Sprechern.

Tisa Farrow

Julie

Marianne Hoffmann

Saverio Vallone

Andy

Michael Ande

Mark Bodin

Daniel

Heiner Lauterbach

Bob Larson

Arnold

Elmar Wepper

Zora Kerova

Richtiger Name: Zora Keslerová

Carol

Angelika Bender

Serena Grandi

Richtiger Name: Serena Faggioli

creditet als: Vanessa Steiger

Mary

Marion Hartmann

Margaret Mazzantini

creditet als: Margaret Donelly

Henriette

Katharina Lopinski

George Eastman

Richtiger Name: Luigi Montefiori

Nikos Karamanlis (Antropophagus)

Hartmut Neugebauer

Simone Baker

Rita (Deutsche Touristin)

Elke Ludwig

Mark Logan

Klaus (Deutscher Tourist)

Willi Röbke

Darsteller unbekannt

(Nicht aufgeführt)

Jakob (Der Seemann)

Willi Röbke

Rubina Rey

Irina Karamanlis Keine Sprechrolle

Darstellerin unbekannt

(Nicht aufgeführt)

Maria Karamalis

Elke Ludwig

Darsteller unbekannt

(Nicht aufgeführt)

Sohn von Nikos Karamanlis

Keine Sprechrolle

 

Dialogbuch und Dialogregie: Hartmut Neugebauer

Dialogbuchübersetzung: (Nicht mehr bekannt. Laut Angaben von Herrn Neugebauer handelte es sich hierbei um eine Dame aus Südtirol)

Synchron Cut: Elke Ludwig

Gemischt auf Lichtton Mono

 

Kurioses und Fakten zur deutschen Synchronisation:

Des öfteren tauchte in Fankreisen die Frage auf, weshalb es von dem Film zwei verschiedene Synchronisationen gibt. Um es klar zu stellen: Es gibt keine zwei Synchronisationen des Films. Der berühmte sogenannte „Brötchendialog“ am Anfang des Filmes ist kein Werk einer Synchronschmiede. Das Pärchen, das am Anfang des Films zu sehen ist, sollte im Rahmen der Handlung ein deutsches Touristenpaar darstellen. Diese sprechen auch schon in der Originalversion des Films Deutsch. Da die Dialoge der beiden im Original jedoch unfreiwillig komisch sind, hatte sich der Verleih dazu entschlossen, diese Szene synchronisieren zu lassen. So gelangte der Film auch in die deutschen Kinos. 

Des weiteren ist zu erwähnen, daß die deutsche Synchronfassung die einzige Version weltweit ist, bei der zusätzliche Soundeffekte in den Film integriert wurden. Diese bestehen jedoch hauptsächlich aus Synthesizer-Effektsounds, um zusätzliche Stimmung zu erzeugen. 

Der aber meiner Meinung nach kurioseste Fakt ist die Tatsache, daß man dem Charakter des Menschenfressers (George Eastman) eine zusätzliche Monologszene spendierte, die in sonst keiner vorhandenen Sprachfassung existiert. Es handelt sich dabei um die Szene in den Katakomben, als man im Zuge der Dramaturgie eine Rückblende in den Film integriert. Diese zeigt im entferntesten Sinne, wieso aus Nikos Karamanlis das menschenfressende Monster geworden ist. Die Entscheidung, diese Monologszene zu integrieren, kam von Seiten des Verleihs. Den Grund dafür läßt sich heute nicht mehr eruieren. Auch Herr Neugebauer kann sich daran nicht mehr erinnern. Sein einziger Kommentar dazu war: „Der Verleih wollte es so, also haben wir es eben gemacht.“ 

Ein weiters Kuriosum ist die Tatsache, daß man aus unerfindlichen Gründen die Namen der Charaktere, im Gegensatz zur Originalfassung, geändert hat. Aus Alan (Saverio Vallone) wurde Andy, aus Maggie (Serena Grandi) wurde Mary. Auch der Name des Menschenfressers (George Eastman) und dessen Schwester (Rubina Rey) wurden geändert. Während George Eastmans Rolle, in der Originalfassung Klaus Wortmann, in Nikos Karamanlis geändert wurde, erfuhr seiner Filmschwester das gleiche Schicksal. Aus Ruth Wortmann wurde Irina Karamanlis. Bei des Menschenfressers Frau, welche in der Rückblende zu sehen ist, wurde aus einer Martha eine Maria. Jakob, der Seemann hieß im Original "Asheb" (Der Name ist sehr schwer zu verstehen und klingt auch nicht gerade nach einem griechischen Vornamen :). Und aus dem kecken Arnie aus der Originalfassung (Bob Larson) wurde zumindest das noblere Arnold.

Auch ist noch zu erwähnen, daß der Film in seiner Originallänge nie komplett in deutscher Sprache synchronisiert worden ist. Der Film wurde vor seiner Auswertung für das Kino sowie auf Videokassette um zirka vier Minuten an Handlung geschnitten. Mehr Infos dazu erfahrt ihr in dem Bereich „Zensur“ auf dieser Page. 

Es existieren auch keinerlei Bänder mehr, die für die Synchronisation verwendet wurden. Weder das Spurenband mit den einzelnen Sprechern, noch eine etwaige Kopie des Masterbandes sind nach Recherchen von Herrn Neugebauer in den Archiven der Münchener FFS Studios mehr vorhanden. Somit wird den Fans eine vielgewünschte 5.1 Digitalabmischung in der Originalsynchronisation verwehrt bleiben. Es ist in der Branche leider nicht üblich, daß solche Bänder archiviert werden.